Bundesverband sexuelle Dienstleistungen e.V.

Bundesverband_sexuelle_Dienstleistungen

Ein Kommunikationsprojekt der “Eronauten”

Nach der Beendigung des GWK-Studiums wird häufig eine lange Zeit in einer Agentur gearbeitet. Dort müssen Werbekampagnen für große und zahlungsfähige Auftraggeber konzipiert werden. Nicht immer ist diese Tätigkeit mit Spaß verbunden und oft richtet sie sich auch gegen die eigenen Wertvorstellungen und Ideale.

Der Bundesverband sexuelle Dienstleistungen hat sich in der Projektbörse der UdK vorgestellt, um eine Gruppe von Studenten zu finden, die ihm durch eine Kampagne weiterhelfen könnten. Unsere Gruppe stieß auf diesen Vorschlag und entschied sich nach kurzer Überlegung, obwohl die Aufgabe für alle etwas befremdend klang. Nach der Begegnung mit der Vorstandsvorsitzenden bekamen wir Lust uns einmal mit etwas ganz anderem zu befassen und für diesen außergewöhnlichen Auftraggeber ein Kommunikationsprojekt zu entwickeln. Wir entschieden uns auch dafür, weil wir höchst wahrscheinlich in unserem späteren Berufsleben nicht häufig mit kleinen Verbänden einer so genannten „Randgruppe“, die über wenig finanzielle Möglichkeiten verfügen, zu tun haben werden und nahmen diese Herausforderung trotz einiger negativer Bemerkungen und Reaktionen seitens anderer Kommilitonen an. Die Ziele des Verbands basieren auf dem Grundgesetz der persönlichen Freiheit und erfordert nichts weiter, als das Recht darauf, seine legalen Möglichkeiten auszuschöpfen, gehört zu werden und Gleichberechtigung und Anerkennung in der Gesellschaft jenseits von Vorurteilen zu bekommen. Es geht hier um Männer und Frauen, die sich bewusst für einen bestimmten Beruf entschieden haben und obwohl wir vielleicht nicht dieselben Wertvorstellungen, Ideale oder Lebenseinstellungen haben, gaben wir ihnen die Chance, sich bei uns vorzustellen, etwas über sie zu erfahren und begannen unsere Arbeit ohne Vorurteile.