Raul Krauthausen
Jahrgang 2005

Er ist Autor, Moderator, Medienmacher und Botschafter. Raul Krauthausen erzählt von seinem GWK-Studium und wie er sich für mehr Inklusion und Barrierefreiheit einsetzt.

WIE KAMST DU ZU GWK?

Ich las davon in der Zeitung, zwei Tage vor Bewerbungsschluss. War bereits an anderen Unis aufgenommen worden und hab mich dann schnell umentschieden für GWK.

WELCHES SEMINAR KONNTEST DU BISLANG GAR NICHT IN DER BERUFSWELT ANWENDEN & WELCHES SEMINAR HAT DIR AM MEISTEN GEBRACHT?

Das Seminar wo wir mit Overhead-artigen-Projektoren größere Screens bespielen
konnten. Das Rhetorik-Seminar fand ich super.

DU HAST ZUSÄTZL ICH ZU GWK AUCH DESIGN THINKING STUDIERT . WIE KAM ES DAZU?

Die School of Design Thinking gab mal eine kleine Vorstellung an der UDK. Da ging ich zufällig hin und war mega begeistert von der Methode. Sandkasten für Erwachsene.

DU MACHST JA ZIEML ICH VIELE SACHEN – DU BIST AUTOR, MODERATOR, MEDIENMACHER, BOTSCHAF TER, UND INKLUSIONSAKTIVIST . WIE VEREINST DU ALLES WAS DICH BEWEGT IN DEINEM LEBEN?

Die Antwort ist einfach. Bau ein Team auf. Definiere mit ihnen die Leitidee und dann
geht’s los. Ich bin quasi „nur“ der presenter.

WAS WAR DEIN KOMMUNIKATIONSPROJEKT? WAS WAR DEIN GRÖSSTES TAKE-AWAY?

Wir haben damals für den Right-Livelihood- Award (Alternativer Nobelpreis) die Kampagne
gemacht. Es war spannend sich so tief in ein Thema einzuarbeiten. Aus dem Projekt heraus,
haben meine Mitstreiter*innen und ich eine Agentur für Soziale Kommunikation gegründet

INWIEFERN KONNTEST DU DEIN GWK WISSEN BEI DER ENTSTEHUNG VON SOZIALHELDEN ODER WHEELMAP NUTZEN?

Oh, ich glaube in vielerlei Hinsicht. Bei GWK habe ich gelernt, im Team zu arbeiten. Und
dass eine Person nicht alles alleine machen kann. Man lernt Kommunikation zu bewerten.
USP usw.

WIE SIEHT DEIN ARBEITSALLLTAG AUS?

Jeder Tag ist anders. Ich habe mich freigeschwommen vom 9 to 5 Job und arbeite
entweder immer oder garnicht. So genau weiß ich das nicht. Hobby, Leidenschaft und Beruf
sind vermischt. Manchmal ist da auch ein Problem.

WAS WÜNSCHT DU DIR FÜR DIE ZUKUNFT IN SACHEN INKLUSIVITÄT?

Ich wünsche mir, dass die Medien- und Werbewelt insgesamt authentischer und
vielfältiger wird. Und z.B. auch Menschen mit Behinderung repräsentiert.

WAS WAREN DEINE VORSTELUNGEN VON SOZIALHELDEN ALS DU DIE ORGANISATION GEGRÜNDET HAST? HAT ES SICH ALLES SO ENTWICKEL T WIE DU ES DIR DAMALS
VORGESTELLT HAST?

Nein, natürlich nicht. In GWK habe ich aber gelernt, flexibel zu bleiben und auf neue Herausforderungen neu zu reagieren.

WIE HAST DU ES GESCHAFFT DEINE STIMME ZU ERHEBEN UND EINEN RAUM ZU
ERSCHAFFEN, IN DEM EIN OFFENER DIALOG ZU SOZIALEN PROBLEMEN STATTFINDET?

Ich habe mich gefragt, wer spricht eigentlich über behinderte Menschen? Dabei stellte ich fest, dass es meistens Nichtbehinderte sind. Ich habe ihre Rhetorik-Muster beobachtet und versucht sie mit Gegenfragen zum Nachdenken herauszufordern.

WAS WÜRDEST DU DEINEM JUNGEM “ ICH” RATEN?

Lass dir von niemandem sagen, was du kannst oder was du nicht kannst. Außer von dir selbst.

WAS DENKST DU, WÜRDEST DU MI T DEINEM LEBEN MACHEN, WENN DU NICHT DAS
MACHEN WÜRDEST WAS DU MACHST?

Ich würde wahrscheinlich immer noch in einer Werbeagentur sitzen und den
Sinn meines Lebens suchen.