Prof. Dr. Dirk Hohnsträter
Gastprofessor
Fachbereich C: Verbale Kommunikation

Vita

Dirk Hohnsträter ist Kulturwissenschaftler und Autor. Er leitet die Forschungsstelle Konsumkultur an der Universität Hildesheim und ist seit dem Sommersemester 2020 als Gastprofessor für Kommunikation und Kontext am Institut für Theorie und Praxis der Kommunikation an der UdK tätig. Zuvor lehrte er an verschiedenen Universitäten und Gestaltungshochschulen im In- und Ausland, darunter fünf Jahre in Budapest und ein Jahr in den Vereinigten Staaten. Zu seinen aktuellen Forschungs- und Lehrschwerpunkten zählen ästhetische Ökonomie und kultureller Kapitalismus, Materialästhetik und Dingkultur sowie alternative Ökonomien des Digitalen.

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Nach Vereinbarung, Anmeldung per E-Mail mit kurzer Beschreibung des Anliegens

Publikationen

Wissenschaftliche Bücher

  • Autorschaft im Spielfilm. Figuren, Schreibszenen, Unzuverlässigkeiten. Köln: StrzeleckiBooks 2014.
  • Ökologische Formen. Die ökologische Frage als kulturelles Problem. Würzburg: Königshausen & Neumann 2004.

Herausgaben (Auswahl)

  • Konsumästhetik zwischen Kunst, Kritik und Kennerschaft. Hg. mit Christian Bala, Peter Kenning, Stefan Krankenhagen und Wolfgang Schuldzinski. Düsseldorf: Verbraucherzentrale 2020. (= Beiträge zur Verbraucherforschung 11).
  • Transformationen des Konsums. Vom industriellen Massenkonsum zum individualisierten Digitalkonsum. Hg. mit Bernward Baule, Jörn Lamla und Stefan Krankenhagen. Baden-Baden: Nomos 2019. (= Reihe Verbraucherforschung Bd. 1).
  • Konsumkultur. Eine Standortbestimmung. Hg. mit Stefan Krankenhagen. Berlin: Kadmos 2019.
  • Konsum und Kreativität. Bielefeld: transcript Verlag 2016 (= Reihe Konsumästhetik Bd. 1).

Aufsätze (Auswahl)

  • Alles so schön bunt hier. Rezension zu Ernst Mohr: Die Produktion der Konsumgesellschaft. Eine kulturökonomische Grundlegung der feinen Unterschiede. Bielefeld: Transcript 2020. In: Verbraucherforschung aktuell (September 2020), S. 11-12.
  • Etikettentrinker. In: Pop. Kultur und Kritik, H. 15 (Herbst 2019), S. 50-53.
  • Geld, Geltung, Gegenwert. Skizze zu einer Theorie der Konsumkultur. In: Moritz Baßler und Heinz Drügh (Hg.): Konsumästhetik. Bielefeld 2019, S. 63-85.
  • Die Verdatung der Welt. Rezension zu Shohana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus. Frankfurt/Main: Campus 2019. In: Soziopolis (https://soziopolis.de/lesen/buecher/artikel/die-verdatung-der-welt/) vom 19. Februar 2019.
  • Lemmata “Konsum”, “Kritik” und “Produkt”. In: Timon Beyes und Jörg Metelmann (Hg.): Der Kreativitätskomplex. Ein Vademecum der Gegenwartsgesellschaft. Bielefeld 2018, S. 143-148, 162-166 & 225-229. Englische Übersetzung: Lemmata “Consumption”, “Critique” und “Product”. In: Timon Beyes und Jörg Metelmann (Hg.): The Creativity Complex. A Companion to Contemporary Culture. Bielefeld 2018, S. 82-86, 104-108 & 207-211.
  • Ausweitung der Warenzone. Luc Boltanskis und Arnaud Esquerres Analyse der Bereicherungsökonomie. In: Soziopolis (https://soziopolis.de/lesen/buecher/artikel/ausweitung-der-warenzone/) vom 9. Juli 2018.
  • Ökonomie der Achtsamkeit. In: Pop. Kultur und Kritik, H. 12 (Frühling 2018), S. 18-28.
  • Konsum als Beruf. In: Stefan Krankenhagen und Jens Roselt (Hg.): De-Professionalisierung in den Künsten und Medien. Formen, Figuren und Verfahren einer Kultur des Selbermachens. Berlin 2018, S. 141-155.
  • Kultur, Konsum und die Gesellschaft der Singularitäten. Beitrag zum Reckwitz-Buchforum. In: Soziopolis (https://www.soziopolis.de/beobachten/kultur/artikel/reckwitz-buchforum-7-die-gesellschaft-der-singularitaeten/) vom 23. Januar 2018.
  • Apple: Kult und/oder Code. In: Irmtraud Behr, Anja Kern, Albert Plewnia und Jürgen Ritte (Hg.): Wirtschaft erzählen. Narrative Formatierungen von Ökonomie. Tübingen 2017, S. 125-133.
  • Wissen-was, wissen-wo, wissen-wie. Kulturwissenschaftliche Überlegungen zur Verbraucherkompetenz. In: Christian Bala, Christian Kleinschmidt, Kevin Rick und Wolfgang Schuldzinski (Hg.): Verbraucher in Geschichte und Gegenwart. Beiträge zur Verbraucherforschung Band 7. Düsseldorf 2017, S. 55-70.
  • Rezension zu Uwe Lindemann: Das Warenhaus. Schauplatz der Moderne. Köln Weimar Wien: Böhlau 2015. In: MEDIENwissenschaft Rezensionen / Reviews 2016, S. 431-433.
  • Das Handwerk der Hipster. In: Pop. Kultur und Kritik, H. 9 (Herbst 2016), S. 124-145.
  • Vollends. Ästhetische Praxis und das richtige Leben. In: Kauppert, Michael; Eberl, Heidrun (Hg.): Ästhetische Praxis. Selbstentgrenzung der Künste oder Entkunstung der Kunst? Wiesbaden 2016, S. 235-262.
  • Oberfläche, Verfahren, Reflexion. Über Design und Demokratie. In: kritische berichte 43 (2015), H. 4, S. 72-77.
  • Konsum und Kreativität im Paradies der Damen. In: Godela Weiss-Sussex und Ulrike Zitzlsperger (Hgg.): Kommerz und Imagination. Das Warenhaus und die Moderne in Film und Literatur. Frankfurt am Main u.a. 2015, S. 55-63.
  • Das Paradies der Herren. Über Berluti. In: Pop-Zeitschrift. Rubrik Mode vom 19. Juli 2015.
  • Die Attraktivität des Handwerklichen für die Konsumkritik und die Paradoxien seiner Absorption. In: Gerda Breuer und Christopher Oestereich (Hgg.): seriell – individuell. Handwerkliches im Design. Weimar 2014, S. 239-247.
  • Einschluss des Ausgeschlossenen. Überlegungen zum Luxus am Beispiel des Modehauses Prada. In: kritische berichte 41 (2013), H. 4, S. 45-51.
  • Kállais Stil. Überlegungen zum deutschsprachigen Werk des ungarischen Kritikers Ernst Kállai. In: Lydia Böttger und András Masát (Hgg.): Jahrbuch der ungarischen Germanistik 2008. Budapest und Bonn 2009, S. 37-52.
  • Hans Jonas als Ästhetiker. In: Ralf Seidel und Meiken Endruweit (Hgg.): Prinzip Zukunft. Im Dialog mit Hans Jonas. Paderborn 2007, S. 185-192.
  • Aesthetic Presence And Its Eco-Ethical Relevance. Teaching V. S. Naipaul with and against H. U. Gumbrecht. In: Sylvia Mayer und Graham Wilson (Hgg.): Ecodidactic Perspectives on English Language, Literatures and Cultures. Trier 2006, S. 213-221.
  • Sexy Sustainability. Wie cool kann, wie cool soll Nachhaltigkeit kommuniziert werden? In: Daniel Dettling et al. (Hgg.): Lust auf Zukunft. Kommunikation für eine nachhaltige Globalisierung. Hamburg 2004, S. 167-172.
  • Rezension zu Irmela Bittencourt et al.: Nachhaltigkeit in 50 Sekunden. Kommunikation für die Zukunft. München: Ökom Verlag 2003. In: Ökologisches Wirtschaften 2/2004, S. 33-34.
  • Im Zwischenraum. Ein Lob des Grenzgängers. In: Claudia Benthien und Irmela Marei Krüger-Fürhoff (Hgg.): Über Grenzen. Limitation und Transgression in Literatur und Ästhetik. Stuttgart und Weimar 1999, S. 231-244.

Vorträge (Auswahl)

  • Wie unsere post-pandemische Konsumkultur aussehen könnte. Vortrag auf der Onlinekonferenz „Zeitenwende 2020: Wird diesmal alles anders? Konzepte und Handlungsstrategien für resilientes Wirtschaften“ des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung am 25. September 2020.
  • Meaning, Materiality, and Experience. Cultural Aspects of Consumption. Vortrag bei der Tagung „Markets and Meanings: European, North-American and Israeli Perspectives“ an der Hebrew University Jerusalem am 31. Oktober 2019.
  • Ästhetik des Supermarktes. Impulsvortrag zur Eröffnung des Fuchsbau Festivals 2019 in Hannover am 9. August 2019.
  • Digitalisierung. Ein kulturwissenschaftlicher Blick. Key-Statement bei einem Wissenschaftsgespräch des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft in der Leibniz Universität Hannover am 16. April 2018.
  • Testmärkte der Zukunft. Keynote bei einem Lab der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in Köln am 21. November 2017.
  • Konsum, Kreativität, Gestaltung. Vortrag bei der Tagung „Wissen Gestalten“ im Martin-Gropius-Bau Berlin am 2. Dezember 2016.
  • Konsum und Kreativität. Vortrag beim Forschungsgespräch mit Andreas Reckwitz zum Thema „Im Kreativitätsdispositiv“ an der Universität St. Gallen am 6. Oktober 2016.
  • Was untersucht die Konsumkulturforschung? Vortrag beim Workshop „Das Material der Kulturwissenschaften“ der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft an der Universität Zürich am 16. Juni 2016.
  • Designing Degrowth. Vortrag bei der internationalen Konferenz „Grow / Degrow. Design between Excess and Calculus“ an der Köln International School of Design (KISD) am 20. Mai 2016.
  • Käufliche Dinge. Konsumkultur zwischen Warenästhetik und Kunst. Vortrag im Kunstverein Hildesheim am 26. April 2016.
  • Relevanz. Vier Dimensionen materieller Kultur. Vortrag auf dem 1. Kongress der Kulturwissenschaftlichen Gesellschaft an der Leuphana Universität Lüneburg am 13. November 2015.
  • Why Do We Shop? Vortrag im Rahmen der Reihe „KISD Talks“ an der Köln International School of Design am 3. November 2015.
  • Geld, Geltung, Gegenwert. Skizze zu einer Theorie der Konsumkultur. Vortrag auf der Konferenz „Konsumästhetik“ im Museum Angewandte Kunst Frankfurt am Main am 20. Juni 2015.
  • Konsum und Literatur. Vortrag und Gespräch mit David Wagner auf dem Workshop „Künstlerische Verhandlungsformen des Konsums“ an der Goethe Universität Frankfurt am Main am 30. September 2014.
  • How Can We Help You? Vortrag auf der International Conference on Consumer Research in Bonn am 29. September 2014.
  • Consumed Criticism. How Consumer Culture Absorbes Differences. Vortrag im Rahmen der Reihe „KISD Talks – Design and Ethics“ an der Köln International School of Design am 10. Juni 2014.
  • Apple: Kult und/oder Code. Vortrag auf der Tagung „Les Dimensions narratives de l’économie / Die narrative Dimension der Wirtschaft“ an der Université Sorbonne Nouvelle – Paris 3 am 21. November 2013.
  • Conservative Consumption. Theory of a Paradox. Vortrag auf der Tagung „Consumption Theories and Consumer Research in Dialogue“ der European Sociological Association an der Technischen Universität Berlin am 8. September 2012.

Praxis

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit ist Dirk Hohnsträter als Autor tätig. Er veröffentlichte einen Kriminalroman, ein Reisebuch sowie zahlreiche Rundfunk- und Zeitungsbeiträge. Seit 2013 betreibt er den Blog INVENTUR, ein digitales Journal über kulturelle Aspekte der Wirtschaft.